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*inklusive Kindertagespflege*

Die Eingewöhnungsphase bei U3 Kindern

  • Die Grundvoraussetzung für eine gelingende Tagespflege ist der Aufbau einer vertrauten, positiven Beziehung zwischen dem Tageskind und der Tagesmutter. In der Eingewöhnungszeit lernt das Kind die Tagespflegeperson, deren Familienmitglieder, das Haus, den Tagesablauf und die anderen Tageskinder im Beisein seiner wichtigsten Bezugsperson kennen.     Die Dauer der Eingewöhnungsphase hängt vom Alter und der Persönlichkeit, von den Vorerfahrungen des Kindes und von der Einstellung der Eltern ab. Auf jeden Fall sollten für eine begleitete Eingewöhnung 2-3 Wochen eingeplant werden.     In den ersten 3-4 Tagen bleiben Mutter und Kind für 1-2 Stunden bei der Tagesmutter. Die Anwesenheit der Mutter ist von großer Bedeutung, denn sie stellt für das Kind Sicherheit in der fremden Umgebung dar. Bei seiner Bindungsperson findet das Kind Schutz, Unterstützung und Ermunterung und kann von hier aus, seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend, die neuen Räume, Personen und Spielmaterialien kennen lernen. Das Elternteil sollte still im Raum anwesend sein und das Kind keinesfalls zu einem bestimmten Verhalten drängen. Beim nächsten Treffen sollte sich die Mutter frei bewegen und ggf. nach Verabschiedung den Raum verlassen. Sie bleibt jedoch in der Nähe. Langsam werden sowohl der Aufenthalt des Kindes als auch die Abwesenheit der Mutter ausgedehnt. 
  • Während der Eingewöhnung müssen auch die Eltern lernen, sich von ihrem Kind stundenweise zu verabschieden. Es ist für das Kind sehr wichtig festzustellen, dass die Eltern der Tagespflegeperson vertrauen. Somit sollten sich die Eltern immer freundlich und positiv verabschieden.

Fremdelphase

      Herzlichen Glückwunsch, Ihr Baby fremdelt!Was es da zu gratulieren gibt? Mit dem Eintritt in die Fremdel-Phase hat Ihr Baby einen wichtigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht: Es kann nun zwischen Bekannten und Unbekannten unterscheiden. Und es hat Sie zu seiner engsten Bezugsperson auserkoren. Das sollten Sie als großes Kompliment auffassen! In der Regel beginnt das Fremdeln ab dem 8. Monat. Daher wird in der Fachliteratur auch oft von der "Achtmonatsangst" gesprochen. Den Höhepunkt hat das Fremdeln meistens im 2. Lebensjahr und nimmt ab dem 3. Lebensjahr allmählich wieder ab.   Fremdeln: Typisches Verhalten gegenüber anderen Personen

  • ängstliches Anstarren oder Versteifen
  • naher Körperkontakt zur engsten Bezugsperson, regelrechtes "Kleben" an der Mutter bzw. dem Vater
  • abweisendes Verhalten
  • Kontaktverweigerung
  • weinen und schreien
  • schlechte Laune, wenn andere Personen anwesend sind

   Aber auch ein positives Interesse und eine Neugier auf die vermeintlich fremden Personen sind typisch für das Fremdeln. Sobald sich Ihr Kind sicher auf Ihrem Arm fühlt, wird es die unbekannte Person genau betrachten und sich nach einer Weile auch auf sie einlassen.